Warum kleine Unternehmen auf der Trendwelle der Instagram-Reels mitschwimmen sollten

Was sind Reels überhaupt?

Der neue angesagte Trend “Reels” auf der Social Media Plattform Instagram besteht kurz gesagt aus aneinandergereihten Videoclips, die zu einem Video zusammen geschnitten werden. Ein Reel geht 30 Sekunden lang. Das Kurzvideo kann mit Effekten, wie Musik oder AR-Filtern (Augmented Reality) bearbeitet werden. Inhaltlich sind kaum Grenzen gesetzt, oftmals ist es jedoch informativer oder einfach unterhaltende Content. Angezeigt werden Reels entweder in der Story, im Feed, auf der Explore Seite oder neuerdings auch auf der sogenannten “Top-Reels-Page”.

Chancen durch Reels für kleine Unternehmen:

Das neue Instagram-Tool Reels bietet eine Vielzahl an Chancen und Möglichkeiten für Unternehmen, auf der Plattform so richtig durchzustarten. Die größte und wichtigste Chance offeriert die Funktion aber in puncto Reichweite. Damit hebt sich das Video-Tool von den anderen bereits bekannten Tools, wie Stories und Postings, ab. Instagram hat hierfür eine Top-Reels-Page eingerichtet, auf der ausschließlich beliebte Reels von unterschiedlichen UserInnen angezeigt werden. Schafft man es hier viral zu gehen, kann man eine sehr hohe Reichweite erlangen. Die gedrehten Reels werden hier nicht nur FollowerInnen angezeigt, sondern gelangen auf die Bildschirme aller UserInnen. 

Unternehmen haben durch Reels außerdem die Möglichkeit, sich ihrer Zielgruppe von einer anderen Seite zu zeigen. Wäre diese Art von Content auf den sonstigen Social Media Plattformen eventuell nicht seriös genug, können KundInnen hier exklusive Einblicke hinter die Kulissen des Unternehmens erhaschen. Instagram-NutzerInnen wollen nicht ausschließlich nur mit Content über Produkte bespielt werden, sondern interessieren sich für den Alltagsablauf von Unternehmen, beispielsweise wie ein Tag im Laden oder im Office abläuft, welche MitarbeiterInnen hinter den liebevoll verpackten Paketen stecken, die KundInnen gesendet bekommen oder wie es überhaupt zur Gründung des Unternehmens kam.

Kreativität ist gefragt, aber bewährt sich. Gerade die junge Generation wird auf Instagram mit Content überflutet und ist deshalb nicht immer so leicht zu überzeugen. Durch Reels wird eine simple Möglichkeit geschaffen dynamischen, kreativen Content zu produzieren, der ein Unternehmen auszeichnet. Das Image der Marke kann so verjüngt werden und eine breitere Zielgruppe ansprechen.

Apropos Zielgruppe: Durch das neue Tool müssen sich Unternehmen nicht den Kopf zermartern, ob es sich lohnt aufwendige Videos für TikTok zu produzieren. Denn die Zielgruppe, die dort erreicht werden kann, beschränkt sich größtenteils auf die jüngeren Generationen. Instagram vereint die Chance den Trend der Kurzvideos zu nutzen und gleichzeitig seine Zielgruppe beizubehalten.

3, 2, 1, Los – so funktioniert’s: 

Ein wenig Aufwand muss betrieben werden, um ein erfolgreiches Reel zu drehen, denn eine originelle Idee muss her. Das ist aber schon die einzige Hürde bei diesem Tool. Die Handhabung ist recht simpel. Wir erklären euch wie es geht:

Zuerst muss der Kameramodus auf Instagram geöffnet werden. Hierbei beginnen Sie so, als würden Sie eine normale Story drehen. Im Kameramodus befindet sich unten die Auswahloption “Reels”, die Sie dann wählen. Es gibt nun zwei Optionen ein Reel aufzunehmen. Die einzelnen Clips können direkt nacheinander aufgenommen und bearbeitet werden oder als Video-Uploads aus der Galerie eingefügt werden. Um mit der Aufnahme des ersten Clips zu starten, müssen Sie den Aufnahme-Button der Kamera gedrückt halten. Während Sie das Reel drehen, erscheint oben im Bild eine Fortschrittsanzeige, die Ihnen zeigt, wie viel Sie schon aufgenommen haben. Wenn Sie den Button wieder loslassen, wird der Clip automatisch beendet.

Links befinden sich nützliche Tools, um ihr Video zu bearbeiten. Sie können einerseits aus der Musikbibliothek Lieder als Audio hinzufügen oder aber ihre eigene Originaltonspur verwenden. Hierbei sei noch erwähnt, dass bei einem öffentlichen Konto die Tonspur dann auch von anderen NutzerInnen für ihre Reels verwendet werden kann.

Wie auch von den Stories gewohnt, können viele verschiedene AR-Filter, zum Bearbeiten des Reels, verwendet werden. 

Die Funktion “Timer und Countdown” bietet Ihnen die Möglichkeit, freihändig ein Video aufzunehmen. Bevor die Aufnahme startet, wird Ihnen dann ein Countdown eingeblendet, der rückwärts runter zählt. Außerdem kann man die Ausrichtung und so die Positionierung von einem selbst und der Kamera einstellen. 

Das Tempo kann zusätzlich auch noch beschleunigt oder verlangsamt werden. 

Teilen: How to get viral

Besitzen Sie ein öffentliches Konto, so haben Sie die Möglichkeit, ein Reel im eigenen Bereich und/oder im Explore Bereich zu veröffentlichen. Durch Posten im Feed, kann das Reel kann auch mit den AbonnentInnen geteilt werden. Wenn Sie Ihr Reel mit einer bestimmten Audiospur, Hashtag oder Effekt versehen haben, kann das Video auch auf entsprechenden Themenseiten erscheinen und gefunden werden. Das Reel wird nachträglich immer zugänglich im Reel-Tab auf dem eigenen Profil angezeigt. Wurde es auch im Feed geteilt, dann erscheint es auch im Profil-Raster. Zudem können Reels in der Story gepostet werden. Auch hier verschwindet das Video wie gewohnt nach 24 Stunden wieder. Ob man ein privates oder öffentliches Konto verwendet, spielt hierbei keine Rolle. 

Fazit: Reels bieten eine Chance auf Reichweite

Reels sind sicher für viele Unternehmen eine ungewohnte Art Content zu erzeugen, aber sie bieten gerade auch für kleinere Unternehmen eine große Chance, viel mehr Reichweite zu erlangen. Das bedeutet natürlich nicht, dass tägliche Stories und Postings vernachlässigt werden dürfen. Diese sollten ganz normal wie es Ihre FollowerInnen gewohnt sind, erfolgen. Reels bieten momentan jedoch die größte Reichweite und diese muss genutzt werden. Denn auch in den Reels gibt es viele Möglichkeiten seine Produkte vorzustellen und zu zeigen.  Hierbei haben die Leute aber nicht das Gefühl eine reine Produktvorstellung anzusehen, sondern fühlen sich unterhalten und zeigen so mehr Interesse.

Annika Kaselow

Annika Kaselow

Annika ist seit 2 Jahren Projektmanagerin bei der digitalis media. Durch ihr praxisnahes Studium der Online-Kommunikation an der Hochschule Darmstadt bringt sie aktuelles Wissen und Trends mit, um dieses in Blogbeiträgen mit euch zu teilen. Im Büroalltag sorgt Annika immer für gute Stimmung und ist bekannt als die "Nachhaltigkeitsbeauftragte".