8 Fehler, die ihr bei einem Onlineshop unbedingt vermeiden solltet!

Onlineshopping boomt – und das nicht nur zu Corona Zeiten. Dabei spielt ein benutzerfreundlicher Onlineshop eine entscheidende Rolle für die Verkaufszahlen. Für große Onlineshops gibt es dafür automatische Standards, die im Shopsystem integriert sind. Für kleine Webseiten ist dies noch immer eine Herausforderung. 

Um diese Herausforderung zu meistern, stellen wir euch 8 Fehler im E-Commerce vor und wie ihr diese in eurem Onlineshop beheben könnt. 

1. Fehlende Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen können dem Kunden bei der Entscheidung helfen, ob er die Ware kaufen will oder nicht. Nutzer brauchen eine detaillierte Beschreibung der Produkte, um eine Kaufentscheidung zu treffen und ein gewisses Vertrauen in den Onlineshop aufzubauen. 

Wichtig ist daher, dass diese nicht nur inhaltlich korrekt sind, sondern der Kunde auf Anhieb die Informationen findet, die er benötigt um ein Produkt zu kaufen. 

Sind die Produktbeschreibungen unvollständig, könnte der potenzielle Kunde sich die Informationen auf einer anderen Website suchen und dann bei einem Mitbewerber bestellen. 

2. Fehlende oder fehlerhafte visuelle Anreize 

Bildern bieten sowohl dem Nutzer als auch den Suchmaschinen einen Mehrwert. Gar keine Produktbilder oder Bilder in mangelnder Qualität hochzuladen, ist daher schlecht für den Onlineshop.

Da Suchmaschinen die Inhalte der Bilder nicht auslesen können, sollten Bilder mit einem ALT-Attribut versehen werden, welches die Inhalte des Bildes beschreibt. Werden Bilder entsprechend optimiert, können sie außerdem in der Google Bildersuche erscheinen und somit zusätzlichen Traffic für die Seite generieren.

Beim Kunden können hochwertige Produktbilder ein gewisses Maß an Vertrauen aufbauen, welches Einzelhändler in Ladengeschäften mit der richtigen Platzierung ihrer Produkte in den Schaufenstern schaffen. Zudem ist es wichtig, Bilder und Videos zu zeigen, die den Kontext, Gebrauch und den Vorteil des Produktes zeigen. Denn die Erfahrung zeigt, dass beispielsweise Möbel in einem Raum oder Kleidung an einem Modell bei dem Kunden eine realistische Sicht auf die Produkte hervorrufen kann. 

Zudem führen fehlerhafte, falsche oder minderwertige Produktbilder zu einer höheren Absprungrate des Käufers. Viele Kunden legen großen Wert darauf, dass die bereitgestellten Fotos auch zu dem verkauften Produkt passen. Falsche Farbdarstellungen, falsche Produkte auf den Bildern oder verpixelte Fotos sorgen für eine Unzufriedenheit beim Kunden, noch bevor er das Produkt gekauft hat. 

Unser Tipp: Achtet bei der Bildauswahl immer auf eine angemessene Größe und Bildqualität. Zudem geben mehrere Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln dem Kunden einen umfassenden Eindruck des Artikels und können die Farben, das Material oder die Dimensionen des Produktes besser darstellen. Zusätzlich eignen sich hier auch Produktvideos, die das Produkt von allen Seiten zeigt.  

3. Seiten nicht für die mobile Ansicht optimiert

Bei vielen Konsumenten ist das Smartphone als Alltagsgegenstand nicht mehr wegzudenken, denn wir tragen es fast rund um die Uhr bei uns. Die Bereitschaft, mit einem mobilen Endgerät einen Online-Kauf zu tätigen, steigt jedes Jahr und zeigt dabei, wie wichtig eine mobil optimierte Website und ein Onlineshop ist. Dennoch werden viel zu viele Seiten auf Mobilgeräten schlecht oder fehlerhaft dargestellt. Das kann auch bedeuten, dass die Seiten zu langsam laden, die Navigation auf dem kleinen Bildschirm schwierig ist oder aufploppende Pop-Ups den Nutzer stören und verwirren. Potenzielle Kunden werden nicht darauf warten, bis der Onlineshop mobil optimiert ist – sie suchen sich einfach einen anderen Onlineshop. Im schlimmsten Fall kommen negative Kundenbewertungen, aufgrund von Navigationsproblemen, hinzu. Anbieter mit mobil-optimierten Onlineshops sind hier ganz klar im Vorteil und können dem Kunden ein positiven Shopping-Erlebnis mit dem Smartphone garantieren.  

4. Komplizierte Bezahlverfahren 

Ein Kaufprozesss kann bis zum Bezahlvorgang reibungslos verlaufen. Ist dann aber das Bezahlen am Ende so umständlich und kostet zu viel Zeit für den Kunden, kann dieser kurz vorm Ziel noch abspringen. Stattdessen sollten Shopbetreiber alle Informationen über Kunden nutzen, die sie sowieso schon haben, um Käufern unnötige Mehrfachabfragen zu ersparen. Wir helfen gerne dabei, übersichtliche Formulare anzulegen, die den Bezahlvorgang beschleunigen. 

Wichtig ist es auch, von Anfang an für eine klare Kostentransparenz zu Sorgen. Unangekündigte Kosten für Versand oder bestimmten Bezahlmethoden am Ende des Kaufvorgangs, verärgern den Kunden. Diese Kosten sollten direkt auf der Produktdetailseite aufgelistet und am besten schon in die Gesamtkosten mit eingerechnet werden. 

Ein weiterer essentieller Punkt für einen einfachen Bezahlvorgang ist es, dem Kunden mehrer Bezahlmöglichkeiten anzubieten. Wenn ein Kunde seine bevorzugte Methode nicht entdeckt, könnte es sein, dass dieser abspringt und bei einem anderen Shop kauft.

Unser Tipp: Paypal PLUS mit in den Webshop integrieren und von Bezahlmöglichkeiten wie Kauf auf Rechnung, Vorkasse, Paypal oder Sofortüberweisung profitieren. 

5. Nicht vorrätige Produkte anzeigen 

Für hohe Frustration beim Kunden sorgen Produkte, welche bezüglich ihrer Verfügbarkeit nicht genau gekennzeichnet sind. Kunden haben möglicherweise schon eine längere Zeit mit der Produktsuche verbracht, um dann festzustellen, dass bestimmte Artikel nicht auf Lager sind. Eine Möglichkeit diese Unzufriedenheit zu vermeiden ist es, Artikel aus der Suche komplett herauszunehmen. Soll das Produkt trotzdem weiterhin für den Kunden sichtbar sein, ist eine klare Kennzeichnung mit dem voraussichtlichen Datum der Verfügbarkeit sinnvoll. 

Unser Tipp: Sehr praktisch ist die Möglichkeit anzubieten, den Kunden per E-Mail zu benachrichtigen, wenn das Produkt wieder verfügbar ist. Viele Nutzer freuen sich auch über die Möglichkeit im Filter auszuwählen, dass nur verfügbare Produkte angezeigt werden.

6. Unübersichtliche Produktseiten

Zugegeben, die Übersichtlichkeit eines Shops ist nicht der gravierendste Fehler im E-Commerce. Er kann aber den Kaufentscheidungsprozess des Users beeinflussen und dadurch einen Kauf verhindern. Vollgepackte Produktseiten sorgen für eine mangelnde Übersichtlichkeit, gerade auf kleinen Smartphone Bildschirmen.

Unser Tipp: Halte dich als kleiner Shop-Betreiber lieber an die Regel “Keep-it-short-and-simple” und versuche dem Kunden nicht auf den ersten Blick alle Vorteile und Produkte zu zeigen. 

7. Zu Lange Ladezeiten

Ladenzeiten sind nicht nur bei Onlineshops ein wichtiger Rankingfaktor für Google. Braucht eine Website zu lange, um Inhalte vollständig zu laden, ist der potenzielle Kunder schneller weg als man denkt. Eine der Ursachen für lange Ladezeiten ist die unsaubere Programmierung des Webshops und die Verwendung von Javascript und Flash-Elementen. Es sollte zudem vermieden werden, Fotos in hochauflösenden Formaten, wie z.B. PSD-Dateien, einzubinden. Dazu sollte man auch immer darauf achten, die Fotos gleich in der richtigen Größe zu hinterlegen, so dass sie der Browser beim Laden nicht erst in die gewünschte Größe umwandeln muss.

8. Zu Viele Pop-Ups

Pop-Ups sind unserer Meinung nicht mehr Zeitgemäß. Internetnutzer werden aber heutzutage leider immer noch von Pop-Ups regelrecht verfolgt. Häufig erscheinen Sie, bevor man überhaupt einen kurzen Blick auf den Onlineshop geworfen haben. Da sich, gerade auch auf dem Handy, viele Pop-Ups nicht so einfach schließen lassen, führt dies zum unmittelbaren Verlassen des Shops. Ihr Schaden überwiegt damit deutlich gegenüber ihrem Nutzen. 

Unser Tipp: Verwendet Alternativ zu Pop-Ups eher gut eingesetzte Buttons oder Call-to-Actions, um den Kunden auf Aktionen oder Rabatte aufmerksam zu machen.

Unser Fazit – “Der Kunde ist König” 

Diese Aussage gilt im Onlineshopping ebenso wie in jedem Ladengeschäft. Der richtige Service, Kostentransparenz, ansprechende Bilder und informative Produktbeschreibungen ermöglichen dem Kunden ein angenehmes Kauferlebnis. Denn nur ein zufriedener Kunde, ist auch ein Kunde der womöglich wieder in eurem Onlineshop bestellt und seinen Bekannten und Freunden von euch erzählt. Onlineshops die sich darüber hinaus noch individuell um Ihre Kunden kümmern und ihnen personalisierte Angebote und Informationen mit Mehrwert liefern, können sich zu echten Gewinnern des steigendes Online-Handels entwickeln – mit Kunden, die sich mit ihrer Marke identifizieren.  

Wenn ihr noch weitere Fragen zum Thema Onlineshopping habt oder wir euch bei der Umsetzung eures Onlineshops unterstützen können, sind wir gerne für euch da.

Annika Kaselow

Annika Kaselow

Annika ist seit 2 Jahren Projektmanagerin bei der digitalis media. Durch ihr praxisnahes Studium der Online-Kommunikation an der Hochschule Darmstadt bringt sie aktuelles Wissen und Trends mit, um dieses in Blogbeiträgen mit euch zu teilen. Im Büroalltag sorgt Annika immer für gute Stimmung und ist bekannt als die "Nachhaltigkeitsbeauftragte".