Google und die Web Vitals: Das ändert sich 2021

Eine hohe Reichweite aufbauen ist für Webseiten und Onlineshops wichtiger denn je, um ein gutes Ranking auf Google zu erreichen. Dafür sind ständig SEO Optimierungen der Seite nötig, um von Google auch erkannt und entsprechend gerankt zu werden. Die Web Vitals werden hier ab 2021 eine große Rolle spielen, denn es ändert sich einiges in der Zusammensetzung von Google Rankings.

Neuerungen ab 2021: Web Vitals und das Ranking

Die sogenannten Web Vitals von Google ermöglichen Website-Inhabern, ihre Seite aus der Nutzerperspektive neu kennen zu lernen. So können sie wichtige Stellschrauben im Bereich Benutzerfreundlichkeit entdecken und optimieren. Die Vitals sollen als eine Art Qualitätskontrolle dienen und damit die größtmögliche User Experience ermöglichen. 

Google plant, den Web Vitals eine große Bedeutung zuzuschreiben: Die Berechnung des Rankings ändert sich in 2021 und die Web Vitals werden zu einem großen Rankingfaktor. Die Ladezeit und wie gut eine Webseite von Nutzern wahrgenommen wird, beeinflussen also ab jetzt maßgeblich das Ranking. Wichtig sind ab jetzt zudem nur noch die mobilen Ansichten von Websites, denn die Desktop-Daten von Webseiten werden ab sofort nicht mehr berücksichtigt. Wer seine Seiten nicht entsprechend für die mobilen Endgeräte optimiert und anpasst, wird dies bald spürbar in einem schlechten Ranking merken – von Seite 1 plötzlich auf Seite 4 zu rutschen, ist also durchaus ein denkbares Szenario. Die Suchmaschinenoptimierung wird also um ein Element erweitert, das den Nutzern zugute kommt.

Core Web Vitals als wichtige Faktoren für das Google-Ranking

Daher ist es nun wichtig, sich auf das kommende Update vorzubereiten und sich mit den Web Vitals vertraut zu machen. Darunter sind auch die Core Web Vitals, die jedem Website-Eigner zur Verfügung stehen und für jede Website gelten. Sie geben Informationen darüber, wie gut eine Seite in den drei Core Web Vitals performt und wie benutzerfreundlich die Seite und ihre Inhalte sind. 

Diese Core Web Vitals sind vorerst auf drei Parameter beschränkt: loading, interactivity und visual stability, auf deutsch: Laden, Interaktivität und visuelle Stabilität – sie werden aber laufend weiterentwickelt. Die erste Metrik, das loading, misst wie schnell die Seite beim Aufbau lädt. Google spricht hier von Largest Contentful Paint (LCP). Die Interaktivität wird mit dem First Input Delay (FID)  gemessen, also der Zeit, die ein Benutzer braucht, um mit Ihrer Seite zu interagieren: Diese sollte möglichst niedrig sein, wenn Ihre Seite einfach und unkompliziert zu bedienen ist. Die visuelle Stabilität wird mit dem Cumulative Layout Shift (CLS) gemessen und sollte auch eher niedrig sein. Auf Ihrer Seite sollte es sehr wenige bis keine unerwartete Layoutverschiebungen geben. Das  heißt, dass Klick-Elemente wie Buttons sich während des Besuchs und vor allem während des Klickvorangs nicht verschieben sollte, um den Nutzer nicht zu frustrieren, wenn er plötzlich auf etwas anderes klickt als er ursprünglich wollte.

Die Gefahr: Ein schlechtes Google-Ranking

Sind diese drei Faktoren nicht optimal eingestellt, erkennt Google dies und bewertet die Webseite als weniger benutzerfreundlich. Das wird mit einer entsprechend schlechteren Positionierung in der Google Suche einhergehen und somit die Sichtbarkeit der Website senken. Wer sich vorher noch auf der ersten Seite in der Google-Suche sah, kann bei nicht optimierten Web Vitals sehr schnell auf die hinteren Ränge abrutschen. 

Die Folgen sind kritisch: Der Traffic könnte einbrechen und Besucher bleiben aus. Weniger Menschen werden auf Ihre Webseite aufmerksam und Onlineshops leiden unter zurückgehenden Bestellungen. Durchaus ein besorgniserregendes Szenario für Shops und Webseiten, die von einem guten Google-Ranking im wahrsten Sinne des Wortes leben. Suchmaschinenoptimierung ist hier gefragt und beschränkt sich dabei nicht nur auf die sinnvolle Verwendung von Keywords in Texten. Jetzt muss ganzheitlich betrachtet werden, wie die Seite auf Nutzer wirkt und wie gut und leicht sie zu bedienen ist.

Mobile Seiten optimieren: Ab jetzt ein Muss

Die Core Web Vitals im Blick zu halten, ist daher essentiell für einen fortbestehenden Erfolg bei Google. Das allein reicht aber ab jetzt nicht mehr, um ganz vorne mit dabei zu sein. Auch die Optimierung für die mobile Ansicht ist zwingend, um noch weiterhin von Google beachtet zu werden, da der Webgigant auch in dieser Hinsicht seine Rankingfaktoren geändert hat. Schließlich benutzen immer mehr Menschen mobile Endgeräte beim Surfen, statt vor dem sperrigen Desktop-Bildschirm zu sitzen.

Wichtig ist hier, mit Suchmaschinenoptimierung zu arbeiten und Inhalte entsprechend den SEO-Regeln aufzubereiten. Auch sollten alle Elemente der Seite für das Responsive Web Design angepasst werden, damit Besucher Ihre Seite problemlos auf ihrem mobilen Endgerät besuchen können und ein positives Nutzererlebnis haben. Entspricht die mobile Seite nicht den Anforderungen von Google, fallen die Seiten aus dem Raster und werden nicht mehr berücksichtigt. Auch hier die Folge: Das Ranking verschlechtert sich dramatisch und der Traffic leidet. Daher ist es essentiell, jetzt die mobile Ansicht der eigenen Seite zu optimieren, um weiterhin für Suchmaschinen relevant zu bleiben.

In weiteren Beiträgen gehen wir genauer auf die Core Web Vitals ein und erklären genau, wie sie funktionieren und wie die Optimierungen auf der eigenen Website am besten gelingen. So kann einem guten Ranking weiterhin nichts im Wege stehen.

 

Exkurs: Was ist eigentlich… die User Experience?

User Experience möglichst positiv gestalten

Die User Experience geht über die normale Benutzerfreundlichkeit weit hinaus. Benutzerfreundlichkeit (engl: Usability) konzentriert sich hauptsächlich auf eine effiziente und zufriedenstellende Nutzung eines Dienstes, Produktes oder Systems. Meistens bemerkt man eine gute Usability gar nicht, während eine schlechte dem Nutzer sofort auffällt. Die User Experience erweitert sich hier noch einmal um weitere Aspekte, die das Nutzungserlebnis besonders eindrucksvoll und positiv gestalten. Das sind zum einen ästhetische Faktoren, wie ein ansprechendes Design und Layout, aber auch emotionale Faktoren wie etwa der Spaß bei der Nutzung oder dem Aufbauen von Vertrauen. Eine gute User Experience trägt also dazu bei, dass Nutzer Ihre Website positiv in Erinnerung behalten.

Tanja Ott

Tanja Ott

Ihr Handwerkszeug in Sachen Medien, Kommunikation und Digitalisierung lernte Tanja im Studium der Medienwissenschaft und Medienmanagement. Mit Praxiswissen aus PR und Unternehmenskommunikation ist sie bei digitalis media die richtige Ansprechpartnerin, wenn es um Content geht - egal ob Texten, Storytelling oder Werbekommunikation.