Googles Core Web Vital #1: Largest Contentful Paint (LCP)

Loading – Verbessern Sie die Ladezeit!

Mit den Neuerungen für das Webseiten-Ranking teilt Google den Core Web Vitals eine große Bedeutung zu. Die Core Web Vitals sind ab jetzt eine der wichtigsten Rankingfaktoren, die sich hauptsächlich auf die Nutzererfahrung der Webseite fokussieren. Dazu zählt auch, wie schnell eine Webseite lädt und sich dem Nutzer voll aufgebaut präsentieren kann. Je schneller eine Seite lädt, desto besser wirkt sich dies auf das Ranking aus: Das misst die Largest Contentful Paint (LCP).

Als Metrik dafür nutzt Google die Largest Contentful Paint (LCP), die misst, wie lange eine Seite braucht, bis der Hauptteil des Inhalts geladen ist. Je schneller dies passiert, desto eher wird die Seite als benutzerfreundlich eingestuft. Um herauszufinden, wie die Werte der eigenen Seite sind, kann die Google Search Console genutzt werden.

Die eigenen Werte herausfinden: Lighthouse und Google Search Console

Die eigene Google Search Console bietet einen Überblick über die Core Web Vitals und wie verschiedene URLs auf der Seite performen. Um diese Werte richtig einzuschätzen, ist ein Test mit Lighthouse ratsam. Lighthouse ist ein Open-Source Tool, das in Google Chrome integriert wurde und Webseiten auf LCP und CLS testet, also auf die Ladezeit und die visuelle Stabilität. Für einen ersten Test einer Webseite ist das Tool also bestens geeignet. Um die Daten für eine Website einsehen zu können, öffnen Sie die gewünschte URL in einem Inkognito-Tab in Chrome. Mit einem Rechtsklick öffnen Sie das Menü “Untersuchen”, oder durch Drücken von Umschalt+F12, und klicken dann rechts oben im Menü auf “Lighthouse”. Wählen Sie dort, ob die mobile oder die Desktop-Version analysiert werden soll und klicken Sie auf “Generate Report”. Ihre Seite wird nun analysiert und gibt Informationen aus, die dann mit den Werten aus der Search Console verglichen werden können. Stimmen beide Werte überein, kann an der Optimierung gearbeitet werden.

Haben Sie bisher noch keine Google Search Console im Einsatz, wissen nicht wie Sie diese einrichten können oder benötigen Hilfe bei der Auswertung der Daten? Wir sind seit über 10 Jahren Google Partner Agentur und helfen Ihnen gerne bei allen Fragen rund um die Google Search Console. Kontaktieren Sie uns direkt:

LCP als Metrik: Wie schnell lädt meine Seite?

Damit Besucher schnell mit einer Seite interagieren können, ist es wichtig, dass sie schnell lädt und die Inhalte zügig abrufbereit sind. Nicht selten springen Besucher von Seiten ab, die eine hohe Ladezeit haben, weil Internetnutzer einen schnellen und reibungslosen Ablauf gewohnt sind. Google hat dafür den LCP, Largest Contentful Paint, entwickelt. 

Diese Metrik gibt die Renderzeit des größten Elements an, der im Ansichtsfenster zu sehen ist. Sie schätzt ab, wann die Webseite den Inhalt wahrscheinlich geladen hat und misst die wahrgenommene Ladezeit. 

Für eine gute Benutzererfahrung sollte der Wert nicht über 2,5 liegen. Das heißt, dass das größte Element innerhalb von 2,5 Sekunden nach dem Laden für den Besucher zu sehen sein sollte. Elemente können dabei unter anderem Bilder, Textblöcke oder auch Videos sein.

Sollte der LCP-Wert über 2,5 Sekunden liegen, gilt es herauszufinden, welches das größte zu ladende Element ist. Dies können Bilder, Textdateien, Bewegtbildelemente oder andere Inhalte sein. In diesen Fällen wird das Element nicht angezeigt, bevor der Browser diese vollständig heruntergeladen hat. Dadurch können unnötig lange Ladezeiten entstehen. 

Schlechter LCP-Wert – was hilft?

Zu große Inhalte können ganz leicht verkleinert werden. Bilddateien, die den Besucher auf der Startseite begrüßen, wie etwa Headerbilder, Banner oder Karussells, können schnell zu groß sein. Diese können einfach komprimiert oder in ein anderes Dateiformat umgewandelt werden. Alternativ kann auch ein Image-CDN verwendet werden, der Bilder schon vorlädt und sie so direkt abrufbereit macht. Des Weiteren sollten wichtige Ressourcen vorgeladen werden, wenn diese zwischen zu vielen CSS-Dateien untergehen könnten. Essentielle Schriftarten zum Beispiel sollten mit entsprechenden Code Snippets priorisiert werden. Genauso wie große Bilder sollten Sie auch Textdateien komprimieren, damit die Übertragungsdaten auf das Minimum reduziert werden und sich nicht auf die Ladezeit niederschlagen. 

Ein weiteres Problem könnte die Antwortzeit des angebundenen Servers sein. Wenn diese Antwortzeit und der Empfang von Inhalten zu lang ist, lädt auch die Seite nicht mehr schnell und beeinflusst die Metrik LCP negativ. Um die Ladezeiten zu verbessern, können Sie den Server optimieren, indem Sie komplexe Vorgänge und unnötige Informationsabfragen komplett eliminieren und den Code so einfach wie möglich gestalten. Eine weitere Möglichkeit ist das Nutzen von Cache-Assets, die einen ständigen Neuaufbau von HTML-Codes verhindern, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Verschiedene Codes können gespeichert werden, damit diese direkt beim Klick abrufbereit sind. Auch das CSS sollte auf der Hauptseite möglichst klein gehalten werden, damit es den Rendervorgang nicht blockiert und verlangsamt. Es sollte also nur das nötigste verbaut sein und nicht gebrauchte CSS-Elemente sollten entfernt oder verschoben werden.

Wenn diese Punkte angegangen wurden, ist schon ein großer Teil geschafft und die Ladezeit der Seite wurde signifikant verbessert. Dies ist nicht nur für das Google-Ranking wichtig, sondern auch essentiell für das Benutzererlebnis auf Ihrer Seite. Denn je schneller sie lädt, desto besser wird ein Besucher ihre Seite bedienen können. Denn gerade weil immer mehr Nutzer mobil auf Seiten zugreifen, muss eine Seite auch bei schlechtem Internetempfang schnell geladen sein. Zudem wird Google nur noch die mobilen Versionen von Webseiten im Ranking berücksichtigen, und nicht mehr die Desktop-Versionen. Umso wichtiger ist es daher, die Core Web Vitals auf die Agenda zu nehmen.

Erfahren Sie in unseren Beiträgen, wie neben dem Largest Contentful Paint auch die anderen Core Vitals, First Input Delay und Cumulative Layout Shift, verbessert werden können!

Tanja Ott

Tanja Ott

Ihr Handwerkszeug in Sachen Medien, Kommunikation und Digitalisierung lernte Tanja im Studium der Medienwissenschaft und Medienmanagement. Mit Praxiswissen aus PR und Unternehmenskommunikation ist sie bei digitalis media die richtige Ansprechpartnerin, wenn es um Content geht - egal ob Texten, Storytelling oder Werbekommunikation.